Weisheiten für Kalenderwoche 8
beginnend am 17.2.2025
RUMI
Oh mein Herr, er erlaubt mir nicht, Sein Begleiter und Vertrauter zu sein.
Seine Feinheit, seine Güte und seine Herrlichkeit, das Feuer seines scharfen Blicks,
Seine süßen Fragen, sie halten mich gefangen.
Er fragte mich: »Wo ist deine Liebe? Wo ist deine Ehre? Warum bist du so bleich?«
Es bleibt mir weder Farbe noch Duft, wenn meine Zeit gekommen ist.
Ich ertrinke im Fluss seiner Großzügigkeit, an diesem Morgen bin ich wie der Sklave,
Der von den duftenden Blumen zum Rosengarten gezogen wird.
Jeder, der vom Fluss mitgerissen wird, seine Kleider sind zu schwer,
Der Mantel und der Turban sind voller Wasser und nutzlos.
Das beste Königreich und der Reichtum, süße Mondgesichter,
All das ist ohne Bedeutung, weil ich einen treuen Begleiter habe.
Kraft und Können gehören dir, Wissen und Weisheit sind dir,
Du bist der Löwe, dir ist die Steppe, ich bin dein Moschushirsch.
Vernichten, beleben, herzlos und entgeistert machen, Wein einschenken, betrunken machen, mein Mundschenk tut mir all dies an.
Oh mein Herz, betrüge mich nicht, mach keinen Aufruhr, streite nicht,
Mach mich nicht verrufen, verrate mein Geheimnis nicht, mitten im Bazar.
Sprich nicht über Zweiheit, weil du nicht getrennt bist,
Suche nach dem Ursprung, mir genügt es, die Schöpfung zu sehen.
(DIWAN-E SCHAMS, 24)
Der Heilige Koran
„...8 Allah weiß, was jedes weibliche Wesen (als Frucht des Leibes in sich) trägt, und (er weiß) wenn der Leib (der werdenden Mütter an Umfang) abnimmt (? taghiedu), und wenn er zunimmt. Alles hat bei ihm sein Maß (und Ziel).
9 (Er ist es) der über das, was verborgen, und was allgemein bekannt ist (schahaada), Bescheid weiß, und der groß und erhaben ist.
10 Es ist gleich, ob einer von euch etwas im geheimen sagt, oder ob er es laut äußert, und ob einer sich bei Nacht versteckt hält oder bei Tag (offen) umhergeht.
11 Er (der Gesandte) hat Beschützer (mu`aqqibaatun) vor und hinter sich, die ihn auf Allahs Geheiß (min amri llaahi) behüten. Allah verändert nichts an einem Volk, solange sie nicht (ihrerseits) verändern, was sie an sich haben. Aber wenn Allah mit einem Volk Böses vorhat, läßt es sich nicht mehr abwenden. Und sie haben außer ihm keinen Helfer (waalin).
12 Er ist es, der euch (wenn es gewittert) den Blitz sehen läßt. (Dann seid ihr) in Furcht (vom Blitz erschlagen oder sonstwie geschädigt zu werden) und (zugleich) in Verlangen (nach dem Regen, den das Gewitter mit sich zu bringen pflegt). Und er läßt schweres Gewölk entstehen.
13 Und der Donner lobpreist ihn (yusabbihu bi-hamdihie), und (desgleichen) die Engel, aus Furcht vor ihm. Er schickt die (Blitze und) Donnerschläge (sawaa`iq) und trifft damit, wen er will. Dabei streiten sie über Allah, wo er (sich doch so gewaltig zeigt und) voller Tücke ist (wa-huwa schadiedu l-mihaali).
14 Das wahre Gebet gilt ihm (lahuu da`watu l-haqqi). Diejenigen aber, zu denen sie beten statt zu ihm, schenken ihnen in nichts Gehör. (Es ist) vielmehr, wie wenn einer seine Hände nach Wasser ausstreckt, damit (er es schöpft und) es seinen Mund erreicht, ohne daß es ihn (wirklich) erreichen könnte. Das Gebet (du`aa§) der Ungläubigen ist völlig verfehlt. ..."
(Koranübersetzung von Rudi Paret, Sure Ar-Raad / Der Donner 13:8-14)
Es überlieferte Aischa, dass der Gesandte Allahs (S) sagte: "Der Schoß (Gebärmutter) ist am Thron Allahs aufgehängt und verkündet: Allah wird bei Sich behalten, wer von mir (Gebärmutter) gehalten wird und Allah wird Sich von dem trennen, der sich von mir (Gebärmutter) trennt."
(Riyad us salihin, Teil I, Al-Bukhari und Muslim, Hadith 323)
Handbuch Hanifa (Islamische Grundlagen)
Aus dem Buch über Taqwa (Gottesfurcht), 4. Kapitel
MASALAH: Es ist Haraam (nicht erlaubt) selbstsüchtig oder stolz auf sich selbst zu sein und zu glauben, die anderen wären minderer als man selbst.
Der Allmächtige hat angeordnet: "Darum haltet euch nicht selbst für rein" (Najm : 34). "Doch Allah reinigt, wen Er will" (Nur : 21). Wichtig ist wie jemand stirbt (als Gläubiger) und niemand weiß, wie es mit einem zu Ende geht!